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Statiegeld op wijnflessen
Bij het blad Vinum meldt een collega dat er in Duitsland nu ook stemmen opgaan om statiegeld voor ingeleverde lege wijnflessen in te voeren. Die penningen worden tot heden uitsluitend in verband gebracht met bier-, water, en frisdrankflessen. Lees wat de Duitse collega meldt:
Eine Pfandsidee!Wein – nur echt mit Pfand? Wenn es nach dem Willen des Deutschen Städtetags (DST) geht, darf kein Weg mehr daran vorbeiführen. Dadurch soll die zunehmende Vermüllung von Parks, öffentlichen Plätzen, Straßen und Gehwegen eingedämmt werden. Weinflaschen sehe ich da ehrlich gesagt eher selten herumliegen, um nicht zu sagen: fast nie.
Bisher gilt das 2003 eingeführte Pfand auf Einwegflaschen nur für Bier, Wasser und Erfrischungsgetränke sowie für Dosen (geschätzte 5% gehen trotzdem verloren). Jetzt sollen Wein, Sekt, Schnaps und andere Spirituosen dazukommen. Der Vorschlag des Städtetages soll zuvor in rechtlicher und paraktischer Hinsicht geprüft werden. Man hofft, und hier wird das Ganze unrealistisch, dass durch eine erweiterte Pfandflicht auch achtsamer mit anderen Verpackungen (Schnellrestaurants, Imbisse, Kioske) umgegangen wird.
Von den Grünen kommt Applaus. Die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Dorothea Steiner, sagte der Zeitung “Die Welt”: “Die Befreiung bestimmter Getränke von der Pfandpflicht führt seit Jahren zur Verwirrung von Verbrauchern”. Und verwirrte Verbraucher sind ja wohl das letzte, was man braucht. Deshalb ist es auch nicht zur Nachrungsmittel-Ampel gekommen…
Ich bin auf jeden Fall für Müllvermeidung, ob allerdings Weinflaschen (im Gegensatz zu Schnapsbuddeln) wirklich ein Problem sind wage ich zu bezweifeln. Meine landen zumindest alle im Glascontainer. In den meisten Ländern Europas ist Einwegpfand übrigens unbekannt. Sind diese wirklich vermüllter als Deutschland?




