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Eerste Duitse met MW-titel
Terwijl onze enige halve master of wine, wijnheer Cees, maar niet heel wil worden, verheugt Bonn zich op de allereerste vrouwelijke MW. Het gaat om de journaliste Caro Maurer (48) .Ze is daarmee de eerste vrouw in het Duitstalig gebied, die deze titel uit Londen mee naar huis mocht nemen. Caro studeerde met nog 10 anderen af. Er zijn nu wereldwijd 300 Master of Wine, verspreid over 23 landen. “Ik had ook ‘Master of Beer’ kunnen worden, zegt de geboren Beierse. Maar ze viel voor een Californische Chardonnay tijdens haar werk als correspondente voor Burda Verlag in New York en Los Angeles. Het Verband van Duitse Predikaats-wijngoederen (VDP) laat erover weten:
Die zwei Buchstaben M und W stehen für den am höchsten angesehenen Abschluss in der gesamten Weinwelt. Mit elf neuen MWs zählt das Institut jetzt 300 Mitglieder in 23 Ländern. Der Titel wird vergeben für umfassendes und herausragendes Wein-Fachwissen. Die Praxis-Prüfung zum Master of Wine umfasst drei blinde Verkostungen; in der Theorie werden vier Fachgebiete (Weinbau, Kellertechnik, Weinbusiness und aktuelle Themen) geprüft. Die Abschlussarbeit besteht aus einer Dissertation zu einem selbst gewählten Thema.
„Die Ausbildung zum Master of Wine hat mir meine persönlichen Grenzen aufgezeigt – und mich gleichzeitig gelehrt, sie zu überwinden“, sagt Caro Maurer. Sie hatte sich zuerst das renommierte Diplom des Wine and Spirit Education Trust (WSET) erarbeitet und damit den Titel Weinakademiker erlangt. „Aber“, sagt sie, „ich habe damals vor allem eines verstanden: dass man, was Wein betrifft, niemals auslernt“. Als beste deutsche Diploma-Absolventin in 2005 gewann sie eine Reise nach London – und damit verbunden einen Besuch beim Institute of Masters of Wine. Das Engagement und die Begeisterung der Menschen, die sie damals traf, haben sie entscheidend beeinflusst weiterzumachen.
Die wichtigste Voraussetzung für das MW-Programm, sagt Caro Maurer, war jedoch nicht das empfohlene WSET-Diplom, sondern eine unerschütterliche Liebe zum Wein. Geboren und aufgewachsen in Bayern, hätte aus ihr eigentlich eine „Master of Beer“ werden können, und ihre erste Wein-Liebe war auch nicht deutscher Riesling, sondern kalifornischer Chardonnay. Den lernte sie gründlich kennen, als sie nach ihrem Magister der Kommunikationswissenschaften als Korrespondentin für den Burda Verlag nach New York und Los Angeles ging. Zurück in Deutschland wurde Lebensart – Essen und Trinken, Wein eingeschlossen – ihr Ressort, zuerst bei dem Wirtschaftsmagazin Forbes, dann bei der Tageszeitung Die Welt.
Seit 1994 arbeitet Caro Maurer freiberuflich, um sich ganz auf Aufgaben rund um Essen und Wein zu konzentrieren. Die Journalistin betreut heute dazu die entsprechenden Themen in der Wochenendbeilage des General-Anzeigers in Bonn und schreibt für die Magazine Der Feinschmecker und Fine. Außerdem wird sie als Jurorin zu internationalen Wein-Wettbewerben wie beispielsweise dem Cata d’Or in Chile und Argentinien oder den National Wine Awards in Georgien gebeten, und nebenbei moderiert sie Wein-Tastings wie beim Riesling-Symposium im Rheingau. Ihr Lieblingswein ist allerdings schon längst nicht mehr Chardonnay, sondern inzwischen – ebenfalls nach intensivem Selbststudium – deutscher Riesling.
Das Institute of Masters of Wine, das den Titel verleiht, wurde vor mehr als 50 Jahren in London gegründet und ist eine gemeinnützige Organisation. Die Idee war es, mit der Prüfung zum Master of Wine eine nachweisliche Qualifikation zu schaffen für exzellentes und komplexes Wein-Wissen. Ursprünglich war die Ausbildung britischen Weinfachhändlern vorbehalten. Die bekannte englische Weinkritikerin Jancis Robinson war 1984 die erste Master of Wine, die nicht im Weinhandel tätig war. 1988 bestand der Australier Michael Hill Smith als erster Nicht-Brite das Examen zum MW.
Der badische Winzer Jürgen von der Mark war 1996 der erste deutsche Master of Wine, gefolgt von Sommelier Markus Del Monego und Weinhändler Frank Roeder. In Österreich tragen Dr. Josef Schuller, Leiter der Österreichischen Weinakademie in Rust, sowie Roman Horvath, Leiter der Domäne Wachau, den Titel. Auch die Schweiz hat mit Weinhändler Philipp Schwander einen Master of Wine. Somit ist Caro Maurer die erst siebente Person im deutschsprachigen Raum, die das begehrte Kürzel MW hinter ihren Namen setzen darf. Und die erste Frau!
Vier Jahre lang hat sie sich intensiv mit allen praktischen und theoretischen Fragen des Weins beschäftigt, sicherlich mehrere Tausend Weine probiert und analysiert, um schließlich in mehreren Prüfungsdurchgängen ihr Fachwissen über Weinbau, Kellertechnik und Weinstilen auf allen Kontinenten unter Beweis zu stellen. Die finalen Prüfungen wurden übrigens in englischer Sprache abgenommen.
Caro Maurer, MW strahlt: „Es ist eine wahnsinnig anstrengende Zeit, sich auf diese Prüfungen vorzubereiten, doch jeder neue, großartige Wein, den ich entdecke und verstehen lerne, gibt mir so viel Freude und Genuss, dass sich die Mühe wahrlich lohnt!“



