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Duitse wijntop nu Grosse Lage
Het verband van Duitse predikaatswijngoederen (VDP) heeft nu definitief een eind gemaakt aan de verwarring die rond de aanduiding van de hoogst gekwalificeerde wijngaarden is ontstaan. Die is vanaf nu voor alle wijngebieden gelijkluidend. VDP Grosse Lage wordt de hoogste classificatie voor Duitse wijn, te vergelijken met de Franse Premier Grand Cru Classé. Deze aanduiding komt in de plaats van de vroegere ‘Erste Lage’. In de piramide volgt direct daaronder de VDP Erste Lage. Dat en meer hebben de VDP-leden in een recente ‘bijzondere’ vergadering besloten. Verneem hoe de Duitse top zich in het vervolg met nieuwe regels presenteert:
Die Beschlusslage der VDP-Klassifikation stellt sich zusammengefasst wie folgt dar:
1) Einteilung der Herkünfte im VDP in vier Stufen
- VDP Grosse Lage
- VDP Erste Lage
- VDP Ortswein
- VDP Gutswein
2) Umbenennung der bisherigen VDP Ersten Lagen in VDP Grosse Lagen
Durch die Umbenennung der bisherigen VDP Ersten Lagen in VDP Grosse Lagen wird der Widerspruch von Ersten Lagen und Grossen Gewächsen aufgehoben und auch die Gleichrangigkeit der fruchtsüßen Weine aus den Spitzenlagen unterstrichen. Mit der Umbenennung der Kategorie soll ausdrücklich nur der Widerspruch in der Nomenklatur gelöst und nicht eine neue höherwertige Kategorie geschaffen werden.
3) Überprüfung der bisherigen Stufe der Klassifizierten Lage
Alle VDP-Regionen und Güter erhalten den Arbeitsauftrag, ihre Stufe der Klassifizierten Lagen kritisch zu überprüfen. Ziel ist es, nur sehr gute Lagen weiterhin auf dem Etikett auszuloben. Damit wird künftig eine Lage auf dem Etikett zum eindeutigen Qualitätsmerkmal und alle im Hinblick auf „Terroir“ nicht aussagekräftigen Lagen fallen weg. Dadurch wird die Lagenverwendung im VDP insgesamt stark reduziert und bleibt Weinen mit Lagencharakter vorbehalten.
4) Einführung einer zweiten Lagenstufe „VDP Erste Lage“
Die Regionen erhalten die Option, eine Hierarchie in ihrer Lagenverwendung einzuführen. Betriebsübergreifend werden die besten der besten Lagen einer Region in die Kategorie VDP Grosse Lage und die sehr guten Lagen in die Stufe VDP Erste Lage eingefügt. Die Option kann von den Regionen zu einem selbst gewählten Zeitpunkt realisiert werden.
5) Die Regionen erhalten Ausgestaltungsspielräume
Die Regionen erhalten eine weitreichende Ausgestaltungsmöglichkeit, um den jeweiligen regionalen Besonderheiten Rechnung zu tragen, unter Einhaltung des bundeseinheitlichen Rahmens.
6) Klares Votum für „Grosses Gewächs“
Neben der Klarheit in der Kommunikation, dass zukünftig Grosse Gewächse aus Grossen Lagen entstammen, wurde auch einstimmig für die Beibehaltung dieses Begriffes, der mittlerweile international für die besten trockenen Weine aus den besten Lagen Deutschlands steht, votiert.
7) Festlegung der Prädikate auf fruchtsüße Weine
In allen Stufen mit Ausnahme der Kategorie VDP Gutswein ist die Verwendung von Prädikaten nach Festlegung regional fixierter Geschmackskorridore grundsätzlich den restsüßen Weinen vorbehalten. Mit diesem weitgehenden Verzicht auf trockene und halbtrockene Prädikate im Spitzenweinbereich wird den Prädikaten ihre klassische Bedeutung zurückgegeben.
Fazit: Der große Fortschritt dieser 4-Stufigkeit und Lagenrestriktion ist die zukünftig vereinfachte Einteilung und Kommunikation der Herkünfte in 1. Guts-; 2. Orts- und 3. Lagenweine (Grosse und Erste Lagen analog des burgundischen Crus Systems). Auch die sprachliche Logik von Grossen Gewächsen aus Grossen Lagen wird für alle Marktteilnehmer eine Vereinfachung sein. Außerdem wird den Grossen Gewächsen als international anerkannten trockenen Spitzenweinen Deutschlands Tribut gezollt.
Der Bundesvorstand wurde von den Delegierten beauftragt, bis zur Sommer-Mitgliederversammlung 2012 ein klar strukturiertes, einheitliches und kundenorientiertes Kommunikationskonzept zur Darstellung der Beschlussfassung auszuarbeiten und vorzulegen.
„Mit diesem Schritt positionieren die Prädikatsweingüter die Lagen endgültig als die absolute Spitze des deutschen Weines. Der leicht verständliche, internationale Grundsatz je enger die Herkunft, umso höher die Qualität wird durchgängig eingeführt, wie es zu den Glanzzeiten deutscher Weine Anfang des 20. Jahrhunderts Usus war. Gleichzeitig erhalten die Regionen die Möglichkeit auch den Unterschieden, die zwischen „Bodensee und Ahr“ herrschen, Rechnung zu tragen und sich selbst noch stärker zu beschränken. Ich prognostiziere, dass je schärfer eine Region oder ein Weingut sich einschränkt und profiliert, desto erfolgreicher wird es am Markt sein“, konstatiert Steffen Christmann, Präsident der VDP-Prädikatsweingüter.



