Ga nou geen wijn drinken om minder gezondheidsrisico’s te lopen. Maar wanneer je toch drinkt, kan matige wijnconsumptie een beschermend effect hebben. Ze lopen zelfs minder risico op deze aandoening dan geheelonthouders. Die uitspraak doen samenwerkende Finse en Amerikaanse wetenschappers voor prostaatkanker op basis van twee nieuwe studies. Onze nationale alcoholhater René Kahn zal die wel weer als broddelwerk van de hand wijzen. Ook andere wetenschappers hebben bedenkingen. Zo had het voedingspatroon bij het onderzoek moeten worden betrokken, is een van de commentaren. De Duitse collega’s melden:

 

Abstinenzler können sich nicht befreit fühlen, an Prostatakrebs zu erkranken. Alkoholkonsum in Maßen kann das Risiko von Prostatakrebs senken. Das sind die Kernaussagen der Langzeitstudie.

Das bisherige Verständnis der Wissenschaft über die Beziehung zwischen Prostatakrebs und Alkoholkonsum kommt allmählich ins Wanken. Zwei neue Studien deuten darauf hin, dass Männer, die mäßig Alkohol konsumieren, ein geringeres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken haben als diejenigen, die entweder stark oder gar keinen Alkohol konsumieren. Aufregend ist insbesondere eine Langzeitstudie, betrieben von mehreren medizinischen Instituten aus Finnland in Kooperation mit Wissenschaftlern der Harvard Universität, die über 30 Jahre ausschließlich Zwillinge und deren Alkoholkonsum untersuchte. Dem Ergebnis nach sei gelegentlicher Genuss von Alkohol gegenüber intensivem Genuss von Alkohol weit weniger risikobehaftet, jedenfalls was Prostatakrebs angeht.

 

Neue Beweise

Frühere Studien haben schon beweisen, dass einige Verbindungen in Rotwein, vor allem Flavonoide oder Resveratrol, das Wachstum von Krebszellen verlangsamen oder diese sogar bekämpfen können. Dagegen steht im Widerspruch eine Studie aus dem Jahr 2007, die im Ergebnis aussagt, dass Weingenuss weder das Risiko erhöht noch senkt. Nun knapp 10 Jahre später will die finnische Studie an den Zwillingen dies erneut ins Positive rücken. Veröffentlicht wurde die Studie in der Medizinzeitschrift Cancer Causes & Control. Die Generalaussage ist: Die finnischen Wissenschaftler konnten in ihrer Studie, beginnend im Jahr 1981 und endend im Jahr 2012, die das Trinkverhalten von über 11.000 Zwillingen und deren gesundheitliche Entwicklung widerspiegelt, bisherige Studien bestätigen aber auch neue Beweise finden.

Auf den ersten Blick ist das Ergebnis der Langzeitstudie nicht überraschend, bestätigt es doch die überwiegende Meinung der Wissenschaft, dass hoher Alkoholkonsum (mehr als 14 alkoholische Getränke pro Woche) ein höheres Prostatakrebsrisiko mit sich trägt als gelegentlicher Alkoholkonsum (höchstens drei alkoholische Getränke pro Woche). Auch ist man sich in Kreisen der Wissenschaft einig, dass Komasäufer ein weit höheres Risiko als gelegentliche Trinker haben. Aber besonders beeindruckend ist der Schluss der Langzeitstudie, dass die Teilnehmer, die es vermieden jeglichen Alkohol zu konsumieren, wiederum ein höheres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken haben, als gelegentliche Trinker – in dem Zeitraum von 30 Jahren entwickelte sich Prostatakrebs bei 601 teilnehmenden Männern aus dieser Gruppe.

 

Art Getränke

Kritisiert wird die finnische Langzeitstudie von Wissenschaftlern des International Scientific Forum on Alcohol Research (ISFAR) der Universität in Boston. Die Forscher bestätigen zwar, dass die finnische Studie interessant und richtungsweisend sei, aber bemängeln, dass weit mehr Faktoren hätten untersucht werden müssen. "Die Art der Getränke wurde in den Fragebögen nicht spezifiziert, auch die Nahrungsaufnahme der Probanden wurde nicht berücksichtigt, was eine sehr wichtige gesundheitliche Komponente gewesen wäre", heißt es seitens der ISFAR.

Und Ramon Estruch, Professor für Medizin an der Universität in Barcelona, schreibt in seinem Kommentar zur finnischen Studie: "Nach unserer Erfahrung variiert die Wirkung von Alkohol, auch wenn mäßig konsumiert, hinsichtlich Krebs je nach Nahrungsmuster der Konsumenten. Hier stehen sich mediterrane Ernährung, westliche Ernährung und ungesunde Ernährung gegenüber." Eines zeigen alle diese Studien: Weitere spezielle und auch ganzheitliche Forschungen sind notwendig.

(Bron: YooPress)
 

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